Bericht vom Symbole-Workshop

Ich habe ein paar Tage gebraucht, um nach dem langen Workshop-Wochenende wieder etwas herunter zu kommen. Spannende Dinge haben wir gemacht, gehört, gedacht!

Der Workshop fing am Freitag Abend an und Fokke erklärte und ausführlich das Reikisymbol. Nur zuhören klingt vielleicht wenig spannend, aber Fokke ist ein geborener Geschichtenerzähler und versteht es, immer wieder Anekdoten einzubauen, die das Thema fassbar und spannend machen. Also: Nein, gar nicht langweilig.

Am Samstag ging es dann mit der Praxis los. Und das bedeutet, Tinte selbst herzustellen. Dazu bekamen wir ein Stück Schiefer mit einer badewannenähnliche Vertiefung. Ein bisschen Wasser darin stellt die Basis der Tinte dar. Farbe kommt dadurch hinein, dass wir ein Stückchen gepressten Ruß auf dem Schiefer rieben. Und rieben. Und rieben. Das Ergebnis war bei mir hellanthrazitfarbene Tinte. Mehr Ruß Reiben gibt mehr Schwärze. Und das bei meiner Ungeduld…
Da sitzt man also und reibt Tinte. Und reibt. Die Gedanken kommen und gehen. Und ab und zu ist man ganz erstaunt, wenn ein neuer Gedanke kommt und stellt fest, dass man es gerade geschafft hatte, ein paar Dutzend Sekunden lang nicht zu denken. Und gleich verkantet das Rußstück und es hakt und knirscht… Spannend.

Wir haben das Reikisymbol, die drei Symbole des zweiten und das des dritten Grads nach und nach erklärt bekommen, darüber gesprochen, unsere Symbole ausgetauscht und dann nach Fokkes Anleitung die Versionen geschrieben, die er benutzt. Ich hatte dabei Probleme mit dem Pinsel, der immer wieder störrisch wegrutschte – asiatische Kalligrafie hatte ich so noch nie probiert und fand es durchaus herausfordernd. Aber das Ergebnis sieht tatsächlich auch bei mir Anfängerin deutlich gefälliger aus als mit Fineliner. Also habe ich mir inzwischen einen Tintenstift besorgt, mit dem ich kalligrafieren kann. Bin am Üben. In 20 Jahren kann ich es bestimmt…

Für mich war in dem Workshop einiges an Gedanken mit Springkraft enthalten. Ich werde ein Weilchen an meiner Beziehung zu den Symbolen zu knabbern haben. Es bleibt also spannend.

Fokke bietet auch einen Workshop für Fortgeschrittene an. Nächstes Jahr zur selben Zeit. Wer ist dabei?

Gruß & tschüß, Katrin

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3 Responses to Bericht vom Symbole-Workshop

  1. Pingback: Kalligrafiepinsel für unterwegs | Steinkraut

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